Dienstag, 8. April 2014

Die Open-Rate ist eine irreführende Kennzahl im E-Mail Marketing

Das behauptet Hubspot, sicherlich keine falsche Adresse, wenn es um E-Mail Marketing geht. Der Hubspot Blog ist zweifelsohne eine der Quellen, die man regelmäßig besuchen solle, wenn man sich mit E-Mail Marketing beschäftigt. In diesem Punkt jedoch liegt Hubspot falsch. Aber der Reihe nach:

Kürzlich erstellte Ginny Soskey einen Artikel mit dem Titel 6 Crucial Email Newsletter Metrics You Should Be Monitoring, welcher wenige Tage später von Nils Weber sozusagen als freie Übersetzung mit dem Titel Die 6 wichtigsten Kennzahlen für den Mail-Newsletter auf OnlineMarketing.de veröffentlicht wurde.

Die Kennzahlen sind:

  1. Click-Through-Rate,
  2. Conversion,
  3. Wachstum der [Empfänger-]Liste,
  4. [Anzahl der] Weiterleitungen,
  5. Anzahl der angekommenen Mails, und
  6. ROI [Return-on-Invest]
Die Open-Rate fehlt, ohne weitere Erklärung. Diese Kennzahl wird in einem älteren Artikel bei Hubspot mit dem Titel The Essential Email Marketing Metrics You Should Be Tracking erwähnt, welcher die gleichen 6 Metriken benennt - nur dass die Anzahl der angekommenen Mails bzw. Delivery Rate durch Bounce Rate ersetzt wird, was aber die gleiche Metrik ist (Delivery Rate = 1 - Bounce Rate).

Mittwoch, 2. April 2014

Persona - der bessere Weg, sich seiner Zielgruppe zu nähern

Vorgestern erschien auf t3n ein Artikel zu Personas, der sehr grob beschreibt, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Dieser Überblick über die Materie war auch die Intention des Autors, Mario Janschitz.

Einerseits bin ich stellenweise anderer Meinung als Hr. Janschitz, andererseits - und das ist meine Haupt-Kritik - steht man nach dem Lesen des Artikels im Regen. Es werden weder Quellen genannt, die die Ausführungen irgendwie belegen, noch gibt es einen Abschnitt mit Links zu anderen (Fach-)Artikeln oder Büchern zu dem Thema.
Natürlich lege ich hier nicht den Maßstab einer wissenschaftlichen Arbeit an (ebenso wenig, wie an meine Posts), aber hey, wir sind im WWW. Dessen Kern sind Links! Und bei einem Artikel, der einen Überblick über die Materie sein soll, hätte ich viele Links erwartet.

Das möchte ich hier anders machen.

Dienstag, 18. März 2014

Datenkraken vs. Papiertiger - was tut man nicht alles für ein wenig Buzz?

Und eines Tages begab es sich, dass ein ehrwürdiges Wirtschaftsmagazin seine Auflage steigern wollte. Und so ward ein Artikel geschrieben, der das Potential hatte, für die gewünschte Steigerung zu sorgen.

So oder ähnlich wird wohl dereinst das Märchen der Entstehungsgeschichte zum Artikel Die kurzen Arme der Datenkraken aus BrandEins 02/2014 eingeleitet werden, falls jemand die Zeit aufwenden will, dieses Märchen zu schreiben.

Die Inhalte dieses Artikels sind schnell zusammengefasst. In der Einleitung werden ein paar Behauptungen der Onlinemarketing Branche mit Werbeumsätzen - also Fakten - verwurschtelt und mit der Behauptung garniert, dass sich Branchenvertreter in vertraulicher Runde ebenfalls enttäuscht zeigen würden.
Um dann daraus ab zu leiten, dass Onlinewerbung nicht funktioniert, die Versprechen allesamt falsch oder mindestens überzogen waren. 

Aus dieser Einleitung zieht der Autor die Legitimation, mit sieben Antworten - alle aus dem Buch Der digitale Tsunami des Beraters Nicolas Clasen - nicht nur das Wörter-Minimum zu erreichen, sondern auch genug Raum zu haben, um dar zu legen, dass Online-Marketing nicht funktioniert. Dahinter kann doch nur der Wunsch nach Buzz durch eine gezielte Provokation stehen.

Montag, 10. März 2014

Der CMS Auswahlprozess (Teil 1)

Immer wieder mal geht es im Rahmen irgendeines Projekts um die Frage, welches Content-Management-System (CMS) denn wohl das Beste sei. Die Antwort auf diese Frage zu finden ist wahrlich nicht leicht - schon wegen der schieren Menge der Systeme. CMSMatrix listet über 1200 davon auf.

Hinzu kommt, dass diese Entscheidung auch eine IT-Seite hat. Landet die Frage auf dem Tisch des Marketing, sind die meisten Entscheider - zu Recht - unsicher, da die technische Kompetenz fehlt.

Landet die Frage auf dem Tisch der IT wird es kaum besser. IT-Abteilungen in Unternehmen bewegen sich in einem ganz anderen Umfeld. Corporate IT hat mit dem extrem dynamischen Umfeld der Kommunikation nicht allzu viel gemein und so sind sogar IT-Abteilungen nicht selten schlechte Ratgeber.

Durch unzählige Web-Projekte in den vergangenen über 15 Jahren, mit unterschiedlichsten Rahmenbedingungen in zig Branchen, habe ich einerseits genug CMS Implementierungen gesehen, mit denen der Kunde nicht glücklich war. Andererseits habe ich selbst genug CMS Evaluierungen und Implementierungen durchgeführt - in der Regel übrigens immer beides zusammen: Ich musste für das, was ich in der Rolle des Beraters gesagt habe, nach der Umsetzung die Verantwortung übernehmen.

Donnerstag, 6. März 2014

Marketing Automation ist nur ein Berater-Thema? (Repost)

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Repost von meinem Tumblr Blog.

Philipp von der Brüggen schrieb im Oktober 2013 in seinem Artikel “Shit in, shit out”, dass Marketing Automation nur ein Thema in der IT-Branche sei und vor allem von Beratern aufgegriffen wurde und nicht - wie man annehmen könnte - von Werbe- oder Kommunikationsagenturen.

Diesen Eindruck kann ich nicht bestätigen, weder für “jetzt”, noch vor einem halben Jahr.

Agenturen und auch deren Kunden haben das Thema schon länger auf dem Schirm. Im Gegensatz zu den von Hr. von der Brüggern erwähnten Mann-Tage-verkaufenden (Prozess/IT-)Beratern gibt es jedoch einen fundamentalen Unterschied: Agenturen und CMO’s werden nicht daran gemessen, wie toll ein Soll-Prozess definiert oder ein Marketing-Automation System implementiert wurde. Es zählt einzig und allein der Erfolg der Kommunikation - egal welche Kennzahl man dafür heranzieht: Visits, Follower, Leads, Umsatzsteigerung, ROI, etc.. Also Zahlen, die heut zu Tage in vielen Branchen sehr direkt mit dem Unternehmenserfolg gekoppelt sind.